Zuletzt aktualisiert am 15. September 2026

Foto: Dom Heartley / Unsplash
Der Kreuzbandriss zählt zu den häufigsten orthopädischen Notfällen beim Hund – und zu den teuersten. Wir erklären, welche Operationsmethoden es gibt, was sie kosten und wie eine Tierversicherung das finanzielle Risiko absichern kann.
Was ist ein Kreuzbandriss beim Hund?
Das vordere Kreuzband stabilisiert das Kniegelenk. Reißt es – meist durch altersbedingten Verschleiß, Übergewicht oder plötzliche Fehlbelastung beim Spielen und Toben – wird das Knie instabil, und der Hund lahmt deutlich. Unbehandelt drohen chronische Schmerzen und eine fortschreitende Arthrose.
Welche Hunde sind besonders betroffen?
Grundsätzlich kann jeder Hund einen Kreuzbandriss erleiden, das Risiko ist aber bei großen, aktiven und übergewichtigen Hunden erhöht. Auch bestimmte Rassen mit einer für den Verschleiß ungünstigen Beinstellung gelten als anfälliger.
OP-Methoden und Kosten im Überblick
Je nach Größe des Hundes und Schwere des Risses kommen unterschiedliche Operationsverfahren infrage:
- TPLO / TTA (Umstellungsosteotomien, vor allem für mittelgroße und große Hunde): Diese biomechanisch anspruchsvollen Verfahren gelten als Goldstandard, kosten aber entsprechend viel – je nach Klinik, Hundegröße und Komplexität meist zwischen 1.500 und 4.500 Euro inklusive Diagnostik, Klinikaufenthalt und Nachsorge.
- Laterale Naht (Fabellamethode), vor allem für kleinere Hunde: mit rund 800 bis 1.500 Euro die günstigere Alternative, für schwerere Hunde biomechanisch aber weniger geeignet.
In den Gesamtkosten stecken neben der eigentlichen Operation meist auch Voruntersuchung, Röntgen oder Arthroskopie, der Klinikaufenthalt sowie mehrere Physiotherapie-Einheiten zur Rehabilitation.
Übernimmt die Tierversicherung die Behandlung?
Ein Kreuzbandriss ist eine krankheits- bzw. verschleißbedingte Erkrankung und wird von den meisten Hunde-OP-Versicherungen und Hundekrankenversicherungen abgedeckt, sofern zum Zeitpunkt der Diagnose keine Wartezeit mehr läuft und keine Vorerkrankung des Kniegelenks bekannt war. Da die Kosten schnell in den vierstelligen Bereich gehen, gehört der Kreuzbandriss zu den Erkrankungen, bei denen sich eine gute Absicherung besonders auszahlt.
Vergleichen Sie jetzt Hundekrankenversicherung und Hunde-OP-Versicherung, um passenden Schutz für orthopädische Notfälle wie den Kreuzbandriss zu finden.
Häufige Fragen zum Kreuzbandriss beim Hund
Was kostet eine Kreuzbandriss-OP beim Hund?
Je nach Verfahren zwischen etwa 800 Euro (laterale Naht bei kleinen Hunden) und 4.500 Euro (TPLO/TTA bei größeren Hunden), inklusive Diagnostik und Nachsorge.
Muss ein Kreuzbandriss immer operiert werden?
Bei größeren und aktiven Hunden wird meist zur Operation geraten, da eine konservative Behandlung häufig zu bleibender Instabilität und Arthrose führt. Die endgültige Entscheidung trifft der behandelnde Tierarzt gemeinsam mit Ihnen.
Welche OP-Methode ist die richtige für meinen Hund?
Das hängt vor allem von der Größe und Statur des Hundes ab. TPLO und TTA gelten für mittelgroße bis große Hunde als Standard, während die laterale Naht häufig bei kleineren Hunden zum Einsatz kommt.
Übernimmt die Tierversicherung die Kosten?
In der Regel ja, sofern keine Wartezeit mehr läuft und kein bereits bekanntes Knieproblem als Vorerkrankung gilt. Ein Blick in die genauen Vertragsbedingungen lohnt sich vorab.
