Zuletzt aktualisiert am 12. August 2026

Foto: Carla van Gils / Unsplash
Die Pyometra – umgangssprachlich Gebärmutterentzündung oder Gebärmuttervereiterung – gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Erkrankungen bei unkastrierten Hündinnen, seltener auch bei Katzen. Sie gilt als tiermedizinischer Notfall und erfordert fast immer eine sofortige Operation. Was Sie über Symptome, Kosten und Versicherungsschutz wissen sollten.
Was ist eine Pyometra?
Bei der Pyometra handelt es sich um eine hormonell bedingte, eitrige Entzündung der Gebärmutter. Sie tritt typischerweise einige Wochen nach der Läufigkeit auf und betrifft überwiegend ältere, unkastrierte Hündinnen: Bei rund 25 Prozent der unkastrierten Hündinnen zwischen dem 6. und 10. Lebensjahr tritt sie im Laufe des Lebens auf. Bei Katzen kommt sie seltener vor, ist aber ebenfalls möglich.
Symptome einer Pyometra
Typische Anzeichen sind:
- Fieber und auffällige Teilnahmslosigkeit
- Appetitlosigkeit
- Vermehrter Durst und häufiges Urinieren
- Gespannter oder schmerzhafter Bauch
- Erbrechen oder Durchfall
- Übelriechender, eitriger oder blutiger Ausfluss (kann bei der sogenannten „geschlossenen“ Pyometra auch fehlen)
Bei diesen Symptomen – vor allem einige Wochen nach der letzten Läufigkeit – sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Unbehandelt kann eine Pyometra lebensbedrohlich werden.
Behandlung und Kosten
Die Standardbehandlung ist die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken. Da es sich meist um einen Notfall handelt, fallen die Kosten oft höher aus als bei einer planbaren Operation:
- Bei der Hündin: je nach Verlauf und Tageszeit zwischen etwa 600 und 2.000 Euro im regulären Praxisbetrieb. Im Notdienst – nachts oder am Wochenende – können durch Notdienstgebühren und den erhöhten GOÄT-Satz schnell 2.500 bis 4.000 Euro zusammenkommen.
- Bei der Katze: meist zwischen 350 und 800 Euro.
Übernimmt die Tierversicherung eine Pyometra-Behandlung?
Da es sich um eine krankheitsbedingte Notoperation handelt, übernehmen sowohl Hunde-OP-Versicherungen als auch umfassendere Hundekrankenversicherungen die Kosten in der Regel, sofern keine Wartezeit mehr läuft und keine Vorerkrankung vorliegt. Wichtig: Eine bereits diagnostizierte Pyometra gilt bei einem späteren Versichererwechsel als Vorerkrankung – ein weiterer Grund, frühzeitig und nicht erst im akuten Fall abzuschließen.
Informieren Sie sich auch über Kastrationskosten bei Hund und Katze als vorbeugende Option.
Häufige Fragen zur Pyometra
Was ist eine Pyometra?
Eine hormonell bedingte, eitrige Entzündung der Gebärmutter bei unkastrierten Hündinnen, seltener bei Katzen. Sie gilt als tiermedizinischer Notfall.
Wie erkenne ich eine Pyometra bei meiner Hündin?
Typische Anzeichen sind Fieber, Teilnahmslosigkeit, vermehrter Durst, ein gespannter Bauch und teils übelriechender Ausfluss – meist einige Wochen nach der letzten Läufigkeit.
Was kostet die Behandlung einer Pyometra?
Bei Hündinnen meist zwischen 600 und 2.000 Euro, im Notdienst auch 2.500 bis 4.000 Euro. Bei Katzen liegen die Kosten meist zwischen 350 und 800 Euro.
Übernimmt die Tierversicherung die Kosten?
In der Regel ja, sowohl OP-Versicherungen als auch Krankenversicherungen, sofern zum Zeitpunkt der Erkrankung keine Wartezeit mehr läuft und keine Vorerkrankung vorliegt.
